Donnerstag, 23. Oktober 2008

Ich mag es...

...wenn der eigene Atem einen umnebelt. Wenn ich den dicken Wollpullover raushole, der, wenn ich irgendwo in leichter Wärme sitze, wie ein Kissen und ein Schlafsack ist. Ich mag es aus dem Fenster zu sehen, spät Nachts oder früh am Morgen. Und dann ist alles vom Frost behangen. Dieses sanfte Weiß. Die Bäume hier sind so gelb wie das Gelb aus dem Tuschkasten im Zeichenunterricht der Grundschule. Ich mag es, dass die Leute langsam winterlich aussehen. Manche mag ich besonders. Die vielleicht auch mal Blätter vor den Mund nehmen, Rote bisweilen. Und ich mag es auf dem Weg zur Universität über die Staat zu blicken und den Fjord in stetig neuen Grautönen zu erleben. Jedesmal sieht er bedrohlicher aus. Doch einmal kam eine dicke Wolke und schloss ihn so sehr ein, dass er kaum mehr sichtbar war. Das andere Ufer auch nicht. Ich mag den Herbst. Auch wegen der Musik, die mitunter - rein stimmungsorientiert - wie für ihn gemacht zu sein scheint.

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