Wie sagte es Serdar Somuncu gaz treffend und punktuell: "Im Internet hat jeder zu jedem Scheiß was zu sagen und zu kommentieren". Das stimmt! Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, mich dem anzuschließen. Es war, als ich unter Dusche stand und die Wassertropfen an mir herunterliefen und mit ihrem leisen Trommeln auf die metallene Abflussabdeckung eine seltsame Melodie erzeugten. Je länger die Haarsträhne war, aus der sie sich wanden, je satter war der Ton, der beim Aufschlag entstand. Manchmal vermochten sie sogar einen Takt zu finden, den ich dann mittels meines Bauches, den ich in die Fallbahn geschickt einzufügen versuchte, verändern, meist aber zerstören sollte. Und wie man dann da steht, nass und meist etwas sinnlich, wenn der ganze echte und mentale Dreck der letzten Tage von einem abfällt, und man keine Sekunde daran verschwendet, ihm bei seinem Weg in das Abflussrohr nachzutrauern, dann kommt einem der Gedanke genau dies aufschreiben zu müssen. Willkommen in einer kleinen Einführung ins Ich!
Genauso wie dieser dramatische Sonnenuntergang gestern. Dramatisch ist ein tolles Wort, das sagte mein Kollege im Stadtarchiv Dessau-Roßlau, ein Fotograf mit Blick, immer wenn ein Bild besonders romantisch, oder durch rötliche Farben beherrscht wurde. Das sah gestern ungefähr so aus: 
Und während ich mich gerade wieder eindrucksvoll vor meiner kleinen Hausarbeit drücke, läuft ein ums andere Mal der wunderbare Tex im Hintergrund. Noch nie zuvor habe ich so zwanglose Lyrik mit so gekonnter Gitarrenakrobatik gemischt gesehen, ich schwebe geradezu in Verehrung und will es jedesmal schwer begreifen, dass es niemals leichter werden wird, Songs nachzuspielen. Meist eher schwerer.
Gestern diese sehr laute Party zum Geburtstag von Lukas im Wohnheim. Ich hoffe er bekommt nächste Woche nicht seine Zimmerkündigung dafür. Selten habe ich bei WG-Partys mein eigenes Wort nicht mehr verstanden, selten habe ich Leute beim Tanzen in Garderoben einbrechen sehen und selten habe ich in Norwegen soviel Alkohol fließen sehen. Ein Indiz für ein gelungenes Fest, zumindest nach nördlicher Manier. Da mir langsam die Schreibideen ausgehen und ich den geneigten Leser nicht weiter mit Geschwafel quälen will, gibts zum Schluss dieser Blogeinweihung noch Musik der herrlichen Alin Coen, die ich gestern für mich entdeckt hab, nicht jedoch ohne noch den Hinweis zu erbringen, dass dieser Blog sich mit der Zeit eher mit Lyrik als mit Geschwafel füllen soll. Auf Alltagsberichterstattung wie oben, hofft ihr also vergeblich. Sorry! Bis bald und liebe Grüße
<
1 Kommentar:
Nå var det mulig å kommentere her, ja. For å forstå hva du skrev, så la jeg adressen din inn på Google Translater, og da fant jeg ut litt mer. Det manglet fortsatt litt sammenheng, men da virker du bare veldig poetisk (eller kanskje er det det du er?)
Kommentar veröffentlichen